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Spülmaschine stinkt? Diese drei Stellen reinigt fast niemand (und so geht es in 15 Minuten)

Lächelnder Mann in hellblauem Hemd hockt vor einer geöffneten Spülmaschine, hält das herausgenommene Sieb und eine alte Zahnbürste in den Händen, davor eine Schüssel mit Spülwasser
Das Sieb am Boden der Spülmaschine ist die häufigste Ursache für muffigen Geruch. Herausnehmen und ausspülen dauert keine fünf Minuten. (Symbolbild: Immomeg)

Die Tür geht auf, und es riecht nach altem Spülwasser. Schuld ist selten die Maschine selbst, sondern Essensreste an Stellen, die beim Spülen nie sauber werden. Nora Albers zeigt, wo Sie nachsehen müssen und was gegen den Geruch wirklich hilft.

6 Min. Lesezeit Geprüft am 17.10.2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Die häufigste Ursache für muffigen Geruch ist das Sieb am Boden der Spülmaschine, in dem sich Essensreste und Fett sammeln; es lässt sich ohne Werkzeug herausnehmen und ausspülen.
  • Verstopfte Düsen in den Sprüharmen und Schmutz an der Türunterkante werden beim Spülen nicht erreicht und müssen von Hand gereinigt werden.
  • Wer fast nur Eco-Programme mit niedriger Temperatur nutzt, sollte etwa einmal im Monat ein Programm mit 60 Grad oder mehr laufen lassen, damit sich Fett und Beläge lösen.
  • Essig ist als Dauerlösung keine gute Idee, weil er Gummidichtungen auf Dauer angreifen kann; gegen Kalk helfen Regeneriersalz und die richtige Einstellung der Wasserhärte.
Inhalt dieses Artikels
  1. Stelle 1: Das Sieb am Boden
  2. Stelle 2: Die Düsen in den Sprüharmen
  3. Stelle 3: Türdichtung und Türunterkante
  4. Warum ab und zu ein heißes Programm hilft
  5. Essig, Natron, Zitronensäure: Was taugt?
  6. So bleibt die Spülmaschine geruchsfrei
  7. Häufige Fragen

Neulich hat mein Partner die Spülmaschine aufgemacht, kurz geschnuppert und gesagt: „Die müssen wir wohl bald ersetzen.“ Die Maschine ist sieben Jahre alt, spült ordentlich, nur der Geruch war seit ein paar Wochen da. Ein leicht saurer, muffiger Hauch, der vor allem morgens auffiel, wenn sie über Nacht halb voll gestanden hatte.

Ersetzen mussten wir sie nicht. Fünfzehn Minuten mit einer alten Zahnbürste haben gereicht.

In der Haushaltsberatung war die stinkende Spülmaschine ein Dauerbrenner. Und fast immer saß die Ursache an einer von drei Stellen, die beim normalen Spülen nie richtig sauber werden.

Stelle 1: Das Sieb am Boden

Ganz unten in der Spülmaschine, meist in der Mitte oder in einer Ecke, sitzt ein Siebsystem. Es hält Essensreste zurück, damit sie nicht in die Pumpe gelangen oder wieder auf dem Geschirr landen. Genau dort sammelt sich mit der Zeit alles, was vom Teller gerutscht ist: Reiskörner, Zwiebelschalen, Fett, kleine Glassplitter, manchmal ein Etikett vom Marmeladenglas.

Bei den meisten Maschinen besteht es aus einem zylindrischen Grobsieb und einem flachen Feinsieb darunter. So reinigen Sie es:

  1. Unteren Korb herausziehen. Am besten ganz herausnehmen, dann kommen Sie besser an den Boden.
  2. Sieb herausdrehen. Meist genügt eine Vierteldrehung gegen den Uhrzeigersinn, dann lässt sich der Zylinder nach oben herausheben. Das Feinsieb hängt oft daran oder liegt lose darunter. Schauen Sie im Zweifel kurz in die Bedienungsanleitung.
  3. Unter warmem Wasser ausspülen. Fettige Beläge lösen sich mit einem Tropfen Spülmittel und einer alten Zahnbürste. Das Feinsieb nicht mit harten Bürsten oder Scheuermitteln bearbeiten, das feine Gitter kann sich verbiegen.
  4. Den Sumpf darunter auswischen. In der Mulde, in der das Sieb sitzt, bleibt oft etwas Wasser mit Resten stehen. Ein Küchentuch hilft.
  5. Sieb wieder einsetzen und fest verriegeln. Ein schief sitzendes Sieb lässt Schmutz durch, und der landet dann auf den Gläsern.

Die Hersteller empfehlen, das Sieb regelmäßig zu kontrollieren. Ich schaue alle ein bis zwei Wochen hinein, bei uns mit kleinem Kind und viel Brei auf den Tellern reicht das gerade so.

Stelle 2: Die Düsen in den Sprüharmen

Die Sprüharme drehen sich beim Spülen und verteilen das Wasser durch kleine Düsen. Sitzt in einer dieser Düsen ein Kern, ein Stück Kalk oder ein Reiskorn, bleibt ein Teil des Geschirrs schmutzig. Und in den Armen selbst steht nach dem Spülen manchmal Wasser mit Essensresten, das vor sich hin müffelt.

Der untere Sprüharm lässt sich bei den meisten Maschinen einfach nach oben abziehen, der obere ist am Korb festgeschraubt oder eingeklickt. Dann:

  • Den Arm unter fließendem Wasser durchspülen, dabei schütteln. Kommt etwas heraus, war es höchste Zeit.
  • Jede Düse gegen das Licht halten. Was verstopft ist, mit einem Zahnstocher frei machen. Bitte nichts aus Metall nehmen, das weitet die Öffnungen.
  • Nach dem Einsetzen mit der Hand drehen. Der Arm muss sich leicht bewegen und darf nirgends anstoßen.
Hände spülen einen grauen Sprüharm einer Spülmaschine unter dem laufenden Wasserhahn aus, daneben liegen ein Zahnstocher und eine Spülbürste auf der Spüle
Verstopfte Düsen im Sprüharm lassen sich mit einem Zahnstocher frei machen.

Stelle 3: Türdichtung und Türunterkante

Die dritte Stelle übersehen fast alle, und sie ist am Geruch oft am stärksten beteiligt. Die Gummidichtung rund um die Tür und vor allem die Unterkante der Tür werden beim Spülen kaum vom Wasser erreicht. Dort sammeln sich Spritzer, Fett und Krümel, die beim Ein- und Ausräumen herunterfallen.

Klappen Sie die Tür ganz auf und schauen Sie auf die untere Kante und den Bereich darunter. Bei uns klebten dort eingetrocknete Nudelsoße und ein paar Kaffeespritzer. Ein Lappen mit warmem Wasser und etwas Spülmittel reicht. Die Dichtung wische ich dabei gleich mit ab und schaue, ob sie noch weich und unbeschädigt ist.

Wer schon einmal den Schimmel aus der Gummimanschette der Waschmaschine geholt hat, kennt das Prinzip. Wie das dort geht, steht in unserem Artikel über Schimmel im Waschmaschinengummi.

Warum ab und zu ein heißes Programm hilft

Eco-Programme sind eine gute Sache. Sie spülen länger, dafür mit niedrigerer Temperatur, und sparen so Strom. Das Umweltbundesamt empfiehlt sie ausdrücklich, und ich nutze sie selbst fast immer.

Der Haken: Bei niedrigen Temperaturen löst sich Fett schlechter. Mit der Zeit können sich in Schläuchen, Sieb und Ecken Beläge bilden, die langsam zu riechen beginnen. Deshalb mein Rhythmus: Etwa einmal im Monat läuft ein Programm mit 60 Grad oder mehr, ganz normal mit Geschirr und Spülmittel. Spezielle Maschinenreiniger aus der Drogerie können Sie zusätzlich verwenden, nötig sind sie aus meiner Sicht nur, wenn sich trotz Reinigung hartnäckige Beläge gebildet haben.

Essig, Natron, Zitronensäure: Was taugt?

Essig wird oft empfohlen, gerade als Hausmittel gegen Geruch. Ich rate davon ab, ihn regelmäßig durch die Maschine zu schicken. Er kann die Gummidichtungen auf Dauer angreifen, und gegen Fett hilft er ohnehin kaum.

Natron im leeren Gerät nimmt etwas Geruch, ist aber eher Kosmetik. Wenn das Sieb voller Reste steckt, riecht es nach dem Natron-Durchgang genauso wie vorher.

Zitronensäure löst Kalk, nicht Fett. Bei Kalk in der Spülmaschine gibt es aber eine bessere Lösung als jedes Hausmittel: Regeneriersalz nachfüllen und die Wasserhärte richtig einstellen. Welche Härte Ihr Leitungswasser hat, steht beim örtlichen Wasserversorger, meist auf dessen Internetseite oder auf der Wasserrechnung. Mehr zu Härtebereichen und warum Zitronensäure nicht gekocht werden sollte, steht in unserem Artikel über das Entkalken des Wasserkochers.

So bleibt die Spülmaschine geruchsfrei

  • Grobe Essensreste in den Müll, bevor das Geschirr einsortiert wird. Vorspülen unter dem Wasserhahn ist dagegen unnötig und kostet nur Wasser.
  • Steht die Maschine mehrere Tage halb voll, hilft ein kurzes Vorspülprogramm ohne Spülmittel, falls Ihre Maschine eins hat.
  • Alle ein bis zwei Wochen das Sieb kontrollieren.
  • Einmal im Monat Türkante abwischen und heiß spülen.
  • Alle paar Monate die Sprüharme abnehmen und die Düsen prüfen.

Unsere Maschine riecht seit der großen Putzaktion wieder neutral. Mein Partner hat sich inzwischen angewöhnt, das Sieb selbst auszuspülen, wenn er die Spülmaschine ausräumt. Manchmal reicht ein Erfolgserlebnis.

Häufige Fragen

Wie oft sollte ich das Sieb der Spülmaschine reinigen?

Schauen Sie alle ein bis zwei Wochen hinein und spülen Sie es aus, wenn Reste darin liegen. In Haushalten mit vielen Mahlzeiten oder kleinen Kindern eher öfter. Die Bedienungsanleitung Ihres Geräts nennt die Empfehlung des Herstellers.

Warum stinkt meine Spülmaschine, obwohl das Geschirr sauber wird?

Weil der Geruch meist von Stellen kommt, die das Spülwasser kaum erreicht: das Sieb am Boden, Wasserreste in den Sprüharmen und die Unterkante der Tür. Das Geschirr kann dabei völlig sauber sein.

Darf ich Essig in die Spülmaschine geben?

Gelegentlich schadet ein Schuss Essig nicht sofort, als regelmäßiges Mittel ist er aber keine gute Idee. Essig kann Gummidichtungen auf Dauer angreifen und hilft gegen Fett kaum. Besser sind ein sauberes Sieb und ab und zu ein Programm mit 60 Grad oder mehr.

Quellen und Grundlagen

  • Umweltbundesamt: Ratgeber zum Geschirrspülen und Energiesparen
  • Verbraucherzentrale: Hinweise zu Pflege und Reinigung von Geschirrspülern
  • Bedienungsanleitungen mehrerer Hersteller von Geschirrspülern zur Reinigung von Sieb und Sprüharmen
  • Eigene Erfahrung aus der Haushaltsberatung

Stand: 17. Oktober 2026.

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